SK Dülmen IV – SF Drensteinfurt I 3:5

Klassenerhalt geschafft!

Unser siebtes Saisonspiel führte uns zum Tabellenletzten nach Dülmen, wo wir bei deren vierten Mannschaft mit 5:3 verdient die Oberhand behielten und damit den Klassenerhalt perfekt gemacht haben.

Vorab hatten beide Mannschaften Aufstellungsprobleme. Bei uns fehlten Bernd und Roland, sodass wir Brett 2 freilassen mussten. Christophe sprang an Brett 8 ein. Aber auch Dülmen konnte das Spitzenbrett nicht besetzen. Trotzdem ist Yannic mitgefahren, um uns moralisch zu unterstützen. Das ist mal Teamgeist. Es stand also schon mal 1:1.

Alle Spieler kamen ganz gut aus der Eröffnung, wobei einzig Martin komische Züge machte, die scheinbar nicht zusammen passten. Aber sein Gegner fand nicht wirklich die Widerlegung. Auch auf Thomas Brett war nach ein paar Zügen schon ein Kuddelmuddel, sein Gegner wählte ein sehr interessante Gambitvariante, die ich auch gerne mal beim Blitzen spiele.

Doch erst einmal gerieten wir in Rückstand. Martin hatte in guter Stellung eine Familiengabel übersehen, da er zwei Züge vertauscht hatte. Ihn hatte ich schon im Vorteil gesehen, und auf einen vollen Punkt gehofft. Leider nein. (1:2).

Wenig später erzielte Christophe den Ausgleich. Er spielte sehr solides Schach und war seinem jungen Gegner einfach in allen Belangen überlegen. Irgendwann hatte dieser ein Einsehen und gab auf. (2:2).

Bei meiner Partie war nicht viel los. In einer Tarraschvariante hatte sich schon viele Puppen abgetauscht und ich versuchte noch mit einem Bauerntausch offene Linien für meine aktiven Türme zu bekommen. Doch meine Gegnerin wehrte die Idee sehr souverän ab, sodass sie einen starken Springervorposten bekam. Meine Stellung war in der Folge ein bisschen schlechter, sodass ich schon Remis anbieten wollte, doch aus dem Augenwinkel sah ich, dass bei Marco gerade eine Puppe hing. Erst als sein Gegner die Figur nicht schlagen wollte, und ich sicher war, dass Marco die Partie nicht verlieren würde, einigten wir uns auf Remis (2,5:2,5).

Marco hatte nämlich einen schönen Königsangriff aufgebaut. Allerdings hing zwischenzeitlich ein Springer, den der Gegner aber nicht ohne Bedenken nehmen konnte. Ansonsten hätte Marco seinen F-Bauern bis nach f6 als schönen Sargnagel vorgespielt. Marco stellte immer wieder Drohungen auf und wirbelte mit seinen Leichtfiguren die Stellung seines Gegners durcheinander. Irgendwann überlegte Marco sehr lange, und ich hatte schon Angst, dass er in Zeitnot kommen würde. Doch irgendwann war er fertig mit seiner Rechnerei und zauberte ein sehr schönes mehrzügiges Matt mit Läufer, Springer und Turm aufs Brett. (3,5:2,5).

Thomas hatte gefühlt schon sehr lange gewonnen. Die Gambiteröffnungs seines Gegners ging total in die Hose und wurde von Thomas einfach widerlegt. In der Folge gewann er noch eine Puppe und zwei Bauern obendrauf, was aber für seinen Gegner noch lange kein Grund zur Aufgabe war. So musste Thomas bis kurz vor Schluss warten, bis der volle Punkt auf sein Konto wanderte (4,5:2,5).

Mittlerweile waren wir aus Zeitgründen schon wieder in Drensteinfurt und ließen uns sagen, dass Paul Remis gespielt hatte. Zwar konnte er im Mittelspiel einen Bauern gewinnen, musste diesen im tiefen Springer/Turm und Bauernendspiel aber wieder abgeben. Als wir fuhren, rechneten wir auch mit einer Punkteteilung (5:3).

Mit diesem Sieg haben wir also für dieses Jahr sicher die Klasse gehalten und können in den letzten beiden Saisonspielen befreit aufspielen.

Daniel Tillkorn