ASV SendenI – SF Drensteinfurt                3,5:4,5

Knappe Kiste



Wie immer in den letzten Jahren stand auch dieses Spiel gegen Senden auf des Messers Schneide. Doch mit ein bisschen Dusel stand am Ende ein Auswärtssieg, der uns auf einem Aufstiegsplatz überwintern lässt.

Erstmal gingen wir vorab mit 1:0 in Führung, da Senden das Spitzenbrett nicht besetzen konnte/wollte. Außerdem konnten wir in Bestbesetzung antreten – das war beim Gegner nicht der Fall, Brett 3 war nicht zugegen.

Diese Führung wollten wir so lange wie möglich verteidigen. Denkste! Nach nur 2 Stunden war diese futsch, da Roland keinen guten Tag erwischt hatte, sein Gegner keine Gnade kannte und mit einer Springergabel schließlich den Sack zumachte (1:1).

Anschließend hagelte es wie bei der WM ein Remis nach dem anderen. Diese waren an keinem Brett geschoben, mal gab es hier kleine Vorteile, mal auf der anderen Seite minimale. Bei den ausgeglichenen Spielstärken an allen Brettern und dem Wissen um den Spielstand ging man ungern ins Risiko und wählte vielleicht zuerst den sicheren Zug und nicht den risikoreichen (außer Marco, der kann das gar nicht.. :) ).

So trennten sich in der Folge Werner, meine Wenigkeit, Joscha und Paul mit einer Punkteteilung von ihren Gegnern. Der halbe Punkt von Bernd ist in sofern erwähnenswert, da sein Gegner zwei verbundene Freibauern hatte, doch im Endspiel den Turm abtauschte, sodass Bernd mit all seiner Routine mit ungleichfarbigen Läufern Remis halten konnte. Nix zu machen, trotz zweier Mehrbauern – bitter (3,5:3,5).

Als letzter Mohikaner war dann noch Marco am Brett. Er hatte die gesamte Zeit mehr vom Spiel, doch so ganz klar war nicht, wie er in die Stellung von Jennifer Henke eindringen konnte, da diese wirklich sehr ruhig und gründlich verteidigte. Doch als die Zeit knapper wurde, fand sie nicht mehr die besten Verteidigungszüge, sodass Marco mit seinen Schwerfiguren eine Menge Druck entfalten konnte. Sekunden vor der Zeitkontrolle schaffte er den entscheidenden Vorstoß, der den Gewinn sicherte und uns auf einem Aufstiegsplatz überwintern lässt – wer hätte das gedacht...? (4,5:3,5)

Jetzt sind wir gespannt, wie es im neuen Jahr weitergeht und wie weit wir die Kombination aus guter Form und einer Menge Glück aufrechterhalten können.

Ich wünsche allen Schachfreunden ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und frohes Jahr 2019.