SF Beelen 3    -     SF Drensteinfurt 1            5:3

Schachfreunde in der Krise

Unser achtes Spiel durften wir auswärts in Beelen verbringen. Unsere Kammeraden aus Beelen kennen wir ja nun schon länger und es ist immer wieder schön, wie gefühlt der gesamte Beelener Verein abends zum Grillen, Reden und Lachen, wie eine große Familie, zusammenkommt. Von der sportlichen Seite war der Tag hingegen einfach nur zum Vergessen.


Wir wussten lange im Voraus, dass Joscha nicht spielen können würde und dafür konnte Finn sein Debüt in der ersten Mannschaft geben. Womit wir nicht rechnen konnten, war, dass Bernd krankheitsbedingt ausfiel und wir direkt mit einem Punkt zurücklagen (1:0).

Bei Werner ging es dieses Mal ganz schnell. Viele Figuren tauschten sich früh ab und beide Spieler schienen mit einem Remis zufrieden zu sein (1,5:0,5).

Auf Rolands Brett lief es nicht ganz so gut. Sein Gegner konnte mit einem Bauernvorstoß einen deckenden Springer vertreiben und dadurch eine nicht mehr gedeckte Figur gewinnen (2,5:0,5).

Auch mich hat es dieses Mal erwischt. Aus der Eröffnung bekam ich zunehmend besseres Spiel, bis hin zu einer Stellung, die von der Engine als +3 bewertet wird. Anschließend habe ich es dann geschafft, innerhalb von drei Zügen eine Verluststellung zu erreichen (3,5:0,5).

Wenigstens konnte zu der Zeit Finn einen Sieg einfahren (es sollte unser letzter an diesem Tag bleiben). Seine Stellung sah mehrfach wirklich nicht gut aus, aber irgendwann kam er in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern und hat dieses wirklich überzeugend nach Hause gebracht (3,5:1,5).

Als nächster konnte Tilly etwas zählbares beisteuern. Seine Stellung war objektiv wohl verloren, aber seine Dame machte ordentlich Druck gegen den König, was deutlich bedrohlicher aussah als es war. Sein Gegner wollte da lieber nichts riskieren und den vierten Punkt mit einem Remis voll machen (4:2).

Um überhaupt noch einen Mannschaftspunkt mitnehmen zu können, hätten Marco und Paul nun beide gewinnen müssen. Dies wirkte aber in deutlich zu weiter Ferne. Marco hatte zwar einen sehr schönen Läufer auf einer langen Diagonale und damit das angenehmere Spiel aber nichts Zwingendes. Bei Paul ist die Partie wohl mehrfach in beide Richtungen gekippt, aber nie soweit, dass einer wirklich starke Angst um sein Remis hätte haben müssen. Eine Punkteteilung an beiden Brettern war der folgerichtige Schluss (5:3).

Damit ist die Saison, die zeitweise so vielversprechend wirkte, zum Ende hin wohl nur noch eine durchschnittliche Saison, in der unsere Konstanz absolut zu wünschen übrig lässt.

Yannic Bröker