SF Drensteinfurt I – Schach Nienberge IV        5,5:2,5

Souverän auf Kurs

Am zweiten Spieltag mussten wir gegen Nienberge IV ran. Wir konnten fast in Bestbesetzung spielen, deshalb waren wir vorab auch klarer Favorit in diesem Mannschaftskampf. Für DJ sprang Johann ein.

Dieser Favoritenstellung wurden wir dann eigentlich auch von Anfang an gerecht. Zwar kam Johann aus der Eröffnung direkt in Bedrängnis, sein Gegner hatte einen Bauern für aktives Figurenspiel geopfert, doch auf den anderen Brettern sah ich nichts Kritisches. Im Gegenteil: An drei Brettern sah es nach ca. einer Stunde schon nach Gewinnstellungen, bzw. großem Vorteil für uns aus.

Den Anfang machte dann Jo. Er konnte schon in der Eröffnung einen Bauern gewinnen und hatte anschließend wirklich alles im Griff. Irgendwann tauschte sein Gegner falsch ab, was zusätzlich noch eine Figur kostete. Als dann kurze Zeit später die zweite Puppe über die Wupper ging, hatte er genug (1:0).

In meiner Partie war die ganze Zeit nix los. Laut Computer war diese die ganze Zeit im Remisbereich. Nach 25 Zügen hatten wir beide in einem langweiligen Halbslawen keine Lust mehr (1,5:0,5)

Jetzt war Yannic an der Reihe. Wieder mal unter extremen Zeitdruck (dieses Mal rief das Oktoberfest.. :)), stand er schon nach ganz wenigen Zügen mit seinen Truppen vorm König. Natürlich ließ er seinen Gegner nicht mehr davonkommen und machte den Deckel drauf. Aus meiner Sicht eine ganz starke Partie von Yannic (2,5:0,5).

Als Nächster einigte sich Bernd mit seinem Gegner am Spitzenbrett auf Remis. Hier war es ähnlich wie bei mir, echte Vorteile konnte sich kein Spieler erarbeiten, sodass die Punkteteilung folgerichtig war (3:1).

Durch diese deutliche Führung war spätestens jetzt abzusehen, wie der Mannschaftskampf ausgehen würde. Paul hatte zwei gesunde Bauern mehr, Marco hatte einen schönen Angriff und Christophe gewann in der Eröffnung zwei Bauern und hatte einen davon tief im feindlichen Lager auf der vorletzten Reihe platziert. Irgendwann hatte sein Gegner ein Einsehen und gab auf (4:1).

Bei Marco lag immer ein Opfer auf h6 in der Luft. Im Blitzen hätte er sofort reingeschlagen, wie er mir nachher versicherte, doch in dieser Partie rechnete Marco zum Glück tiefer und sah damit den gegnerischen Konter, der tödlich gewesen wäre. Das Ende vom Lied war eine Punkteteilung, die uns den Mannschaftssieg sicherte (4,5:1,5).

Johann musste leider aufgeben. Zwar kämpfte er noch wie ein Löwe und stellte noch ein paar Fallen auf, doch sein Gegner spielte richtig gutes Schach und ließ sich die Butter in Form einer Mehrfigur nicht mehr vom Brot nehmen (4,5:2,5).

Paul war mal wieder der Letzte am Brett. Seine beiden Mehrbauern hatte er zwar wieder abgegeben, aber dafür gab es einen sehr schönen Freibauern auf der A-Linie, der zum Schluss das Rennen machte und uns den auch in der Höhe verdienten Sieg einbrachte (5,5:2,5).

Wir haben zwar erst den 2. Spieltag, doch die Favoriten um den Aufstieg haben sich schon formiert. Weiter geht es am 16. November mit dem Auswärtsspiel in Coesfeld.

Daniel Tillkorn