ASV Senden – SF Drensteinfurt 4,5:3,5

Aus die Maus im Aufstiegsrennen

Das muss man erstmal schaffen, sich so dämlich anzustellen, wie wir beim Spitzenspiel in Senden. Finn und Anton sind für Christophe und DJ eingesprungen, ansonsten hatten wir alle an Bord.

Es ging schon schlecht los, nach 10 Zügen durfte ich schon aufgeben, weil ich in der Eröffnung die richtigen Züge in komplett falscher Reihenfolge machte. (0:1) Das war aber noch nicht so schlimm, weil Jo im Eiltempo seinen Gegner besiegen konnte, indem er sich einfach mal seine Tante einsackte. (1:1)

Nach dem Remis am Spitzenbrett von Bernd konnte Finn seine Partie gewinnen, nachdem er in die Stellung von Jennifer eindringen konnte, und danach schöne Bauern weit vorne hatte, die das Rennen machten. (2,5:1,5)

Zwar musste Paul sich geschlagen geben, von Anfang an hatte sein Gegner mehr vom Spiel und ließ sich die Butter (obwohl er Zeitdruck hatte) nicht mehr vom Brot nehmen, doch die erneute Führung erzielte Marco nach einer schönen Angriffspartie in der gefühlt jede zweite Puppe von ihm in der Gegend rumhing. Doch kann man halt immer nur eine Figur schlagen ... (3,5:2,5).

Also noch zwei Partien: Yannic hatte die Qualität mehr und stand klar auf Gewinn, Anton hatte eine sehr schöne Stellung mit Mehrbauern. Alles nur noch Formsache? Von wegen...

Yannic bekommt von mir zum nächsten Geburtstag eine Fortbildung zum Thema Zeiteinteilung. In Zeitnot schmiss er die Gewinnstellung weg und stellte von +5 auf -3 in einem oder zwei Zügen. Zwar kämpfte er noch lange um ein Remis, doch Dieter ist viel zu erfahren, um sowas zuzulassen. (3,5:3,5). Anton wollte partout keine Punkteteilung, also knetete er seine Stellung bis er irgendwann eine entscheidende Springergabel übersah, die Senden die Punkte brachte und uns mit langen Gesichtern nach Hause fahren ließ.

Das einzig gute daran: Jetzt können wir komplett ohne Druck die Saison zu Ende spielen und freuen uns auf das Duell am Samstag gegen unsere Freunde aus Beelen.

Daniel Tillkorn