F Olfen II – SF Drensteinfurt I            4,5:3,5

Knapp daneben ist auch vorbei

Unser zweites Saisonspiel führte uns nach Olfen, wo wir gegen die Reserve antreten mussten und am Ende knapp aber nicht unverdient mit 3,5:4,5 unterlagen. Wie am ersten Spieltag mussten wir mit Roland und Markus zwei Stammkräfte ersetzen, freundlicherweise sprangen Johann und Werner aus der Zweiten ein.

Nach einem kleinen Umweg durch die Innenstadt von Olfen kamen wir pünktlich im runderneurten Leohaus an. Die Bretter waren freigegeben, losgings.

Nach etwa einer Stunde konnte man schon ein erstes Fazit ziehen: Unsere Weißspieler kamen alle gut aus der Eröffnung, während die Schwarzspieler schon zu kämpfen hatten. Hier bildete einzig DJ die Ausnahme, der in der frühen Phase an Brett 6 bereits einen Bauern einsacken konnte.

Werner an Brett 8 hat irgendwann einen Gegenangriff nicht richtig berechnet, eine Puppe war weg, und wenig später dann auch die Partie. Olfen ging in Führung (1:0).

Paul und Marco standen zu diesem Zeitpunkt schon sehr kritisch und es roch nach einer hohen Niederlage. Doch ein weiteres Brett machte uns Sorgen. Am fünften Brett hatte Thomas eine sehr schwierige Stellung und sah sich einer offenen Linie mit Dame und Turm gegenüber. Als die Tanten getauscht waren, nutzte sein Gegner die aktiven Türme um wichtige Bauern einzusacken und damit Thomas Aufgabe zu erzwingen (2:0).

Johann holte anschließend den ersten halben Punkt für uns. Er spielte sehr solides Schach, hatte meines Erachtens sogar eine Gewinnstellung auf dem Brett. Weil er sich nicht sehr wohlfühlte, willigte er ins Remisgebot seines Gegenüber ein (2,5:0,5).

DJ sorgte kurz danach für den Anschluß. Zwar hatte er nach dem Bauerngewinn wieder Material abgeben müssen, doch hatte er zwei verbundene Freibauern, die von starken Läufern unterstützt werden konnten. Die Partie war sehr spannend, bis sein Gegner plötzlich einen ganzen Turm einstellte. Das war zuviel (2,5:1,5).

Es keimte wieder Hoffnung auf. Paul konnte sich leicht berappeln und Marco fühlte sich zum ersten Mal in seiner Partie wohl. Beide Springer waren noch auf dem Feld und das Material war ausgeglichen. Hier lehnte Marco das Remisangebot seines Gegners leider ab. Ein paar Züge weiter übersah er einen Dameneinschlag, der wichtigste Bauer ging über die Wupper und Marco gab direkt auf (3,5:1,5).

Meine Partie war an diesem Tag eine gute. Schon in der Eröffnung konnte ich mir kleine Vorteile erarbeiten, die ich im Mittelspiel ausbauen konnte. Irgendwann hatte mein Gegner keine Lust mehr zu verteidigen und machte einen scheinbar aktiven Zug. Dieser Läuferzug half meinem starken Gaul aber auf das spielentscheidene Feld und machte den Sieg klar. (3,5:2,5).

Yannic hatte schon nach etwa 20 Zügen ein Turmendspiel auf dem Brett. Dieses sah ein bisschen günstiger für ihn aus, da sein Gegner einen isolierten Doppelbauern hatte. Aber frei nach Tarrasch, dass alle Turmendspiele Remis sind, einigte man sich kurz vor der Zeitkontrolle auf die Punkteteilung (4:3).
Also musste wieder einmal Paul für uns die Kohlen aus dem Feuer holen. Mittlerweile konnte er sich in der Zeitnotphase seines Gegners einen Mehrbauern erspielen, leider auf Kosten einer total passiven Stellung. Als nach fünfeinhalb Stunden sein Turm eingekesselt war, konnte er diesen nur noch abtauschen was seinem Gegner einen Freibauern (Randbauer) einbrachte.

Hier war nun klar, dass Paul die Partie nicht mehr gewinnen kann. Also spielte Paul von nun an auf Remis und profitierte davon, dass sein junger aber wie ich finde sehr starker Gegner, die Remisstellung mit dem falschen Läuferfeld beim Randbauern nicht kannte. Der schwarze König konnte in die Ecke entkommen und Läufer und Bauer haben das Nachsehen (4,5:3,5).

Zwar haben wir jetzt zum ersten Mal verloren, doch stehen wir mit 8,5 Brettpunkten auf einem guten vierten Platz. Unser nächsten Spiel ist ein Heimspiel gegen Teutonia Coerde am 12. November.