SF Drensteinfurt I – SV Teutonia Coerde I 5,5:2,5

Der dritte Spieltag brachte uns ein Heimspiel gegen Coerde, das wir hochverdient und sicher mit 5,5:2,5 gewinnen konnten. Wieder mussten wir doppelten Ersatz stellen, Christophe und Johann sprangen für Martin und meine Wenigkeit ein, während Coerde in Bestbesetzung antrat.

Nach einer guten Stunde konnte ich im Spielsaal aufkreuzen und hatte schon das erste Ergebnis verpasst.

Yannic hatte seinem Gegner ein Remis abknöpfen können, der natürlich nicht wissen konnte, dass Yannic zu einer Familienfeier musste und so nur eine Stunde zum Schachspielen hatte. Gezockt und Glück gehabt, sein Gegner nahm an (0,5:0,5).

Keine 30 Minuten später war auch Marco schon fertig. Er hatte seinen Gegner komplett überspielt. Hier sah ich gleich mehrere Mattdrohungen oder Materialverlust auf dem Feld. Diesem Druck war sein Gegenüber nicht gewachsen und stellte zu guter Letzt die Tante ein (1,5:0,5).

DJ sorgte im weiteren Verlauf dann für die Partie des Tages. Im Mittelspiel konnte er seinem Gegner eine ganze Puppe für einen Bauern abknöpfen und spielte auch weiterhin sehr druckvoll nach vorne. Beide Könige standen bei komplett offener G-Linien nicht besonders sicher, doch Daniels gutes Figurenspiel sorgte für ständige Unruhe im feindlichen Lager. Sein Gegner versuchte mit einem Damentausch den Druck aus dem Kessel zu nehmen, doch spielte DJ in folgender Stellung:

 

d x e6! Ein verwirrender Zug, der nach einem Dameneinsteller aussieht, in Wirklichkeit aber eine tödliche Drohung beinhaltet. Natürlich gewinnen hier auch viele andere Züge, aber sein Gegner nahm hier die vermeindliche Einladung an, schlug die weiße Dame, um nach dem anschließendem Springerschach auf h7 nebst Turm schlägt g8 # in die Niederlage einzuwilligen (2,5:0,5).

Thomas war an diesem Tag der Einzige, der leider verlor. Er kam die gesamte Partie über nicht zur Rochade und stand somit unter Druck. Auch nach dem Damentausch konnte sein Gegner diesen auf schwache Bauern aufrechterhalten. Das Ende der Partie habe ich zwar nicht gesehen, doch waren letztendlich wohl zu viele Bauern weg. Die Aufgabe war logisch (2,5:1,5).

Roland spielte mit Schwarz sehr solide und konnte im Mittelspiel sogar einen Bauern gewinnen. Im Endspiel war dieser Bauer jedoch nicht so viel wert, da das Läuferpaar des Gegners für genügend Kompensation sorgte um das gerechte Remis zu wahren (3:2).

Johann spielte an Brett 8 eine starke Partie. Hieraus resultierten zwei Mehrbauern, die er im Endspiel zum Sieg vergolden konnte (4:2).

Auch die letzten beiden Bretter sahen mittlerweile nach zwei deutlichen Siegen für uns aus. Paul hatte sich die Qualität erarbeitet und wickelte gekonnt in ein gewonnenes Endspiel ab. Sein Gegner hatte ein Ensehen und gab rechtzeitig auf (5:2).

Christophe hatte materiellen Vorteil in Form eines Läufers für einen Bauern erspielt. Da beide noch diverse Bauern sowie zwei Türme hatten, sah es hier nach einer langen Partie mit endlosem taktischen Geplänkel aus. Darauf hatte Christophe, der letzte Woche noch für die zweite Mannschaft fünf Stunden gespielt hatte, keine Lust und ließ seinen Gegner ins Remis entkommen (5,5:2,5).

Mit diesem Sieg sind wir nun auf dem dritten Tabellenplatz und erwarten zum erneuten Heimspiel am 10. Dezember die Schachfreunde vom Schlusslicht Everswinkel.

Daniel Tillkorn