SF Drensteinfurt I – DJK Coesfeld I 5:3

Klassenerhalt geschafft!

Zwar hatte vor der Saison von uns niemand daran gezweifelt, dass wir die Klasse halten werden, doch ist es nach dem verdienten 5:3 Heimsieg gegen Coesfeld drei Spieltage vor Schluss offiziell, dass wir auch im nächsten Jahr wieder in der ersten Bezirksklasse spielen werden.

Durch mehrere Veranstaltungen die im Kulturbahnhof stattfanden, durften wir wieder in die Alte Post ausweichen, unser schönes Ausweichlokal mit den bequemen Sesseln und dem antiken Ambiente.

Der Mannschaftskampf ging für uns vielversprechend los. Yannic hatte zwar die schwarzen Steine, hatte aber sehr offensive Verteidigungsideen. Er schickte seine Königsbauern, obwohl sein König noch nicht sicher stand, nutzte aber den daraus entstandenen Raumvorteil geschickt aus, um nach einer Ungenauigkeit seines Gegners die entscheidende Kombination rauszuhauen (1:0).

Mein Gegner und ich einigten sich relativ schnell auf Remis, nachdem das Spiel eine gefühlte Ewigkeit nur so vor sich hinplätscherte (1,5:0,5).

Zu der Zeit war auf den anderen Brettern schon viel mehr los. Paul sah sich wieder einmal mit den schwarzen Steinen in die Defensive gedrängt, Martin hatte aus der Eröffnung heraus auch Probleme, wohingegen Marco, Joscha und Thomas doch sehr gute Stellungen hatten.

Roland hatte die ganze Partie über eine ausgeglichene Stellung, soweit ich das beurteilen konnte, die Punkteteilung war die logische Folge (2:1).

Nun gelang es Thomas die Führung auszubauen. Durch gutes Figurenspiel bekam er eine offene H-Linie, die er nutzen konnte um mit der Dame ins feindliche Lager einzubrechen. Der schwarze König konnte sich aus dieser Umklammerung nur befreien, indem er die Qualität spuckte. Der Rest war mit sauberer Technik schnell erledigt (3:1).

Mittlerweile hatten sich Martin und Paul auch ein wenig befreien können. So sah Pauls Partie mittlerweile sehr nach Remis aus und Martin hatte im Springerendspiel zwar einen Bauern weniger, doch konnte sein Gegner diesen Vorteil nicht ausnutzen, da die Bauernstruktur für Martin sprach. Remis (3,5:1,5).

Joscha machte mit seinem Sieg jetzt den Sack zu. Er befand sich am Ende doch ganz schön in Zeitnot. Einen frühen Bauerngewinn musste er irgendwo im Mittelspiel wieder abgeben, doch behielt er die Nerven und setzte mit seinen Gäulen immer wieder Nadelstiche. Nachdem sein Gegner einen Läuferzug übersah, der die Partie gewonnen hätte, spielte Joscha auch in Zeitnot technisch gutes Schach und sackte im Endspiel eine ganze Figur ein (4,5:1,5).

Damit war der Mannschaftskampf entschieden. Der Rest ist schnell erzählt. Marco hatte mal wieder eine dicke Gewinnstellung auf dem Brett und ließ seinen Gegner abermals ins Remis entkommen (5:2). Paul schaffte es nicht in einem Doppelturmendspiel seinen rückständigen Bauern zu decken, und musste seinem Gegner letztendlich zum Sieg gratulieren (5:3).

Unser nächster Gegner ist mit Nienberge IV nochmal einer aus der unteren Tabellenregion, bevor es an den letzten beiden Spieltagen darum geht, die beiden Topteams der Liga noch ein wenig zu ärgern.

Daniel Tillkorn