SF Drensteinfurt I – ASV Senden I 4:4

In unserem letzten Spiel in diesem Jahr trennten wir uns ein wenig glücklich vom ASV Senden mit 4:4 unentschieden. Zum zweiten Mal hintereinander konnten wir in Bestbesetzung antreten und durften auch noch in der Alten Post spielen, die ja bekanntermaßen ein besonderes Ambiente hat.

Alle Spieler kamen gut aus den Eröffnungen, nur bei Paul war es unklar, da er direkt die Qualität opferte, um einen starken Angriff zu bekommen. Hierzu später mehr.

Es stellte sich nach etwa einer Stunde heraus, dass es ein sehr knapper Mannschaftskampf werden würde. Dementsprechend hagelte es auch bald ein Remis nach dem anderen. Den Auftakt machte Thomas, der aufgrund seiner derzeitigen Form die Partie wohl nicht vermasseln wollte und in ein Remis einwilligte (0,5:0,5).

Kurze Zeit später einigte sich auch Roland auf Remis, hier hatte ich eine ausgeglichene Stellung erkannt (1:1). Ich selber kam zwar mit Weiß in einem langweiligen Abtauschfranzosen leicht in Vorteil, doch spielte ich irgendwo wohl zu ungenau und musste die E-Linie aufgeben. Es drohte, dass die Initiative an Schwarz gehen würde, obwohl ich nicht sicher war, ob mein Gegner die richtige Fortsetzung gesehen hatte. Auch Remis (1,5:1,5).

Marco lehnte zwar früh ein Remisgebot ab, als sein Gegner es jedoch schaffte, alle Puppen abzutauschen, musste er erkennen, dass seine Partie totremis war (2:2).

Auch Bernd hatte mit Weiß mehr vom Spiel. Hier dachte ich, dass sich seine bessere Stellung irgendwann auszahlen wird und er seinen Gegner kneten könnte. Doch auch hier verteidigte sein Kontrahent geschickt und ließ nichts anbrennen (2,5:2,5).

Martin spielte mutig nach vorne, bis seine Tante plötzlich keine Felder mehr hatte. Doch mit viel Fantasie konnte er diesen Damenverlust in einen Qualitätsverlust umwandeln. Zwar stand sein Gegner anschließend immer noch auf Gewinn, wusste jedoch nicht, wie man so etwas zu Ende bringt. Also spielte Martin konzentriert weiter und wurde letztendlich mit einem überraschenden Remis belohnt, gut gekämpft! (3:3).

Bei Paul hatte sich schon lange herausgestellt, dass das Qualitätsopfer in der Eröffnung inkorrekt war. Zwar hatte er anfangs die Initiative und drückte auf den Punkt f7, doch sein Gegner spielte fehlerfrei und so cool, dass Paul nach der Zeitkontrolle gegen die beiden Türme nichts zu melden hatte (3:4).

Yannic spielte an diesem Tag mit Abstand am Besten. Schon in der Eröffnung übernahm er mit Schwarz das Ruder und widerlegte den Grand Prix Angriff seines Gegners. In der Folge baute er seinen Vorteil immer mehr aus und sah bereits wie der sichere Sieger aus. Doch sein Kontrahent hatte noch eine letzte gute Idee und stellte Yannic vor ein paar Probleme, die dieser aber konzentriert parierte und uns nach ca. 5 Stunden den einen Mannschaftspunkt sicherte (4:4).

An dieser Stelle möchte ich allen Schachfreunden ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest wünschen und freue mich auf viele spannende Mannschaftskämpfe im neuen Jahr!

Daniel Tillkorn.