U20 Verbandsjugendklasse  2019/20 Runden 1

SF Drensteinfurt              -              SV Heiden         16              :              7            

Gelungener Start

Der erste Spieltag der Verbandsjugendliga des Schachverbandes Münsterland startete für uns mit einem Heimspiel gegen den SV Heiden – wir waren durchaus erleichtert, dass uns die Anfahrt nach Heiden erspart blieb…

Natürlich waren wir leicht angespannt, wie sich unsere junge Mannschaft schlagen würde, auch weil Anton durch seine Klassenfahrt ausfiel, und so alle Spieler aufrutschen mussten. Allerdings zerstreuten unsere netten Gäste unsere Bedenken direkt mal damit, dass sie nur zu fünft antraten, so dass Henri, der für Anton eingesprungen war, sofort kampflos gewonnen hatte. In der VJL muss aufgerutscht werden, d.h. es darf kein Brett zwischen besetzten Brettern freigelassen werden, tritt der Gegner nur zu fünft an, hat immer das sechste Brett einen kampflosen Punkt.

Moritz und Leon hatten dann wenig Mühe mit ihren sehr jungen Gegnerinnen, so dass wir sehr schnell 3 – 0 in Führung gingen. Schon damit war der Mannschaftskampf gewonnen, denn in der VJL gibt es für das Antreten zur Partie schon einen Punkt, für ein Remis 2 Punkte und für einen Sieg 3 Punkte. Und wir lagen somit schon mit 9-2 vorne, die Gegner hätten also nur noch auf 11-12 herankommen können.

Erik machte aber ebenfalls schnell alles klar, in einer französischen Partie ging sein Gegner schnell eines wichtigen Bauern verlustig, versuchte über den Damenflügel einzudringen, was aber cool mit einem Damenfang gekontert wurde.

Finn hatte nicht den besten Tag erwischt, die falsche Eröffnung (für seine Spielweise) gewählt und verlor nach knapp 20 Zügen schon Material – decken wir den Mantel des Schweigens wohlwollend darüber.

Arne zeigte wieder seinen Kampfgeist, nahm in einem verschachtelten Schmid-Benoni (alle mal nachschlagen!) einen Bauern, den sein Gegner vergiftet zu haben glaubte, indem er dem eingedrungenen Springer alle Rückwege versperrte. Aber Arne fand immer noch einen Weg aus dem Dilemma und konnte die Springereroberung mit einer Turmgabel auf Dame und Läufer kontern. Der Gegner probierte noch einen letzten Verzweiflungsangriff, den Arne ruhig konterte, um anschließend seine gewonnenen Bauern zur Umwandlung vorzutreiben. Nach 3,5 Stunden Spielzeit hatte sein Gegner dann genug gesehen.

So locker wird es nicht weitergehen, aber wenn Anton wieder zur Truppe stößt, werden wir auch gegen die anderen Gegner nicht chancenlos sein!


Bernd Broeckmann