SF Drensteinfurt 3 vs.  SF Olfen 2         3 : 3

An unserem siebten Spieltag empfingen wir Zuhause unsere Gäste aus Olfen.
Wir waren Dritter in der Tabelle und Olfen war auf dem zweiten Platz, es ging also um die Aufstiegsplätze.

An Brett eins spielte mein Gegner das etwas ungewöhnliche 1.f4 (Bird’s Opening), wollte sich nicht auf mein Gegengambit mit 1.e5 einlassen und leitete ins Königsgambit über.
Da ich aber selbst ein begeisterter Fan dieser Eröffnung bin, kenne ich die Züge, die mein Gegner, wie er mir hinterher sagte, selbst gar nicht kennt.
So machte er im vierten Zug schon einen kleinen Fehler, den man nur noch mit dem Opfern einer Figur ausgleichen konnte.
Er war aber zu geizig und wollte sie behalten, erlaubte mir aber damit einen starken Gegenangriff, sodass er im 10. Zug aufgeben musste. (1:0)

An Brett zwei spielte Anton auch ein Gambit, schaffte es aber nicht den Gegner taktisch zu überlisten.
Am Ende musste er die Damen abtauschen und mit einem Minusbauern ins Endspiel gehen.
Allerdings schaffte er es, durch eine Unaufmerksamkeit seines Gegners, einen Bauern zu gewinnen und als sein Gegner dann noch einen falschen Zug mit seinem König machte, hatte Anton genug Zeit seinen eigenen König an die Bauern zu bewegen.
Sein Gegner musste das, nun verlorene, Endspiel aufgeben. (2:0)

An Brett drei spielte Christian eine erstmal recht ruhige Partie und sagte mir auch irgendwann, dass er keine Ahnung habe, wie er das weiterspielen solle.
Jedoch nahm die Partie dann recht schnell Fahrt auf und sein Gegner gab eine Figur für zwei verbundene Freibauern im Endspiel.
Als dann die Damen abgetauscht wurden, sah ich Christian eigentlich im Vorteil, aber sein Springer stand zu weit abseits und die Bauern des Gegners waren sehr schnell.
Christian hätte mit einem Springeropfer ein Remis halten können, aber er hatte keine Zeit mehr und fand den Zug nicht, sodass er aufgab. (2:1)

An Brett vier spielte Martin eine erstmal recht ruhige Eröffnung, in der sich beide Parteien erstmal aufbauten.
Dann sah Martin jedoch einen starken Angriff auf dem Königsflügel des Gegners und griff an, wobei er eine Figur gab, um mehr Druck zu machen.
Leider konnte sein Gegner diesem Druck standhalten, sodass Martins Angriff nicht reichte und er notgedrungen, mit einer Figur weniger, aufgeben musste. (2:2)

An Brett fünf spielten Arne und sein Gegner die ersten circa 15 Züge nach Theorie in einer Sizilianisch-Variante, sodass sein Gegner sich zwischenzeitlich zu dem Ausruf: „So, jetzt ist die Theorie vorbei“ hinreißen ließ.
Arne gelang es recht früh einen isolierten Freibauern zu schaffen und als sich dann einige Figuren abtauschten, bot Arnes Gegner Remis mit den Worten: „Nimm es besser an, sonst verlierst du eine Qualität“. Davon zeigte Arne sich jedoch unbeeindruckt und zeigte seinem Gegner, dass er keine Qualität verlieren würde, sondern einfach abtauschen konnte.
Im Endspiel schaffte es Arnes Turm die Stellung des Gegners zu infiltrieren und drei Bauern zu gewinnen, wodurch er drei weitere (sogar verbundene) Freibauern bekam.
Sein Gegner spielte trotzdem weiter und versuchte noch ein Qualitätsopfer, um selbst einen Freibauern zu erhalten, jedoch deckte sein Läufer nicht das Umwandlungsfeld und Arne stellte einfach seinen Turm hinter den Bauern, woraufhin sein Gegner dann die Partie aufgab. (3:2)

An Brett sechs kam bei Mohammad eine Französisch-Vorstoß-Variante aufs Brett die Mohammad auch solide beantworten konnte.
An einer Stelle jedoch übersah er einen Doppelangriff des Gegners und verlor so eine Figur.
Trotzdem noch motiviert weiter zu spielen, wurde er stark in die Enge getrieben und verlor schließlich noch eine zweite Figur.
Jetzt sah er für sich keine Chancen mehr und gab die Partie auf. (3:3)

Insgesamt also ein Mannschaftsremis, trotz fehlender Remis in den einzelnen Partien.
So bleibt Olfen durch höhere Brettpunkte weiterhin vor uns und wir weiterhin auf dem dritten Platz.

Finn Röser