Ergebnis sieht schlimmer aus als unser Spiel

Am Samstag empfing die dritte Mannschaft des SFD die zweite Mannschaft des SC Hiltrup. Da der Mannschaftsführer, Finn Röser, nicht spielen konnte, mussten alle anderen Spieler ein Brett nach vorne rücken und gegen einen stärkeren Gegner spielen.

Trotzdem sah es zu Anfang der Spiele noch recht gut für die Schachfreunde aus. Zwar verlor Anton Lozbin am vierten Brett bereits in den ersten Minuten der Partie seine Dame, erhielt aber starkes Gegenspiel durch mehrere bereits weit vorgerückte Bauern und einen großen Entwicklungsvorteil. Am Brett mit der Nummer sechs gelang es Kiron Walter währenddessen sich durch eine taktische Finesse einen Vorsprung von einer Leichtfigur zu erarbeiten. Die anderen Partien verliefen vorerst eher ruhig, an den Brettern zwei und fünf entwickelten sich geschlossene Stellungen während an den Brettern eins und drei (halb-)offene Partien gespielt wurden.

Nach einem harten Kampf erhielt Lozbin nun seine Dame zurück, doch er verblieb eine Figur im Minus, die im Endspiel einen entscheidenden Vorteil brachte, der dazu führte, dass er sich gezwungen sah aufzugeben:

0 - 1

Und auch an Brett sechs gab es einiges hin und her, als Kiron Walter verzweifelt versuchte, die gewonnene Figur zu behalten. Als dies scheiterte, war also dieses Brett wieder ausgeglichen.

Doch dafür konnte sich Christian Borgschulte am dritten Brett einen leichten positionellen Vorteil erarbeiten. An den anderen Brettern blieb die Stellung ausgeglichen, wenn auch kompliziert.

Durch einen Griff in die Trickkiste konnte sich kurz darauf Kiron Walter einen Vorteil verschaffen, indem er eine Qualität gewann. Währenddessen setzte Borgschulte am dritten Brett zu einem Angriff an, von dem er sich den Sieg erhoffte. Am fünften Brett gelang es Moritz Tillkorns Gegner die Partie zu öffnen, was ihm einen leichten gewährte. Arne Saphörster einigte sich zur gleichen Zeit am ersten Brett mit seinem Gegenspieler auf Remis, da keiner einen Weg sah, die Partie in den verbliebenen zwanzig Zügen für sich zu entscheiden oder es über die vierzig-Züge Marke zu schaffen, um einen Zeitbonus zu erhalten:

0,5 – 1,5

Die Hoffnung der Schachfreunde auf einen baldigen Ausgleich wurde aber zerstört, als Walters Gegenspieler am sechsten Brett durch zwei verbundene Freibauern das Endspiel zu gewinnen:

0,5 – 2,5

Und auch die anderen Bretter sahen für den SFD nicht mehr so gut aus: Am dritten Brett konnte Borgschulte den Angriff aufgrund einer Gegendrohung nicht zu Ende bringen und musste verlor deswegen eine Figur. Auf dem zweiten Brett hatte sich die Stellung geöffnet, was aber nicht gut für Kiara Walter verlief, die eine Figur verlor. Die Partie auf dem fünften Brett hatte sich inzwischen zu einem Endspiel entwickelt, in dem Tillkorn einige Bauern hinten lag. Dies führte schließlich dazu, dass auch er seine Partie verloren geben musste, was jede Chance der Drensteinfurter auf den Sieg zunichtemachte:

0,5 – 3,5

Auf den beiden verbliebenen Brettern wurde weiter tapfer gekämpft, doch die Figur fehlte beiden zu sehr und für Kiara Walter wurde auch die Zeit knapp. Sie konnte sich zwar über die vierzig Züge retten, aber trotzdem sah sie ein, dass sie die Partie nicht gewinnen konnte. Christian Borgschulte hingegen spielte mit der Zeit, doch auch seinem Gegner gelang es, kurz vor Ablauf seiner Zeit, auf vierzig Züge zu kommen, weshalb auch diese Hoffnung zunichte wurde. Also gab auch er auf.

Endstand Schachfreunde Drensteinfurt 3 – SC Hiltrup 2: 0,5 - 5,5

 

Trotz eines starken Kampfes gelang es den Drensteinfurtern nicht, mehr als einen halben Punkt zu erarbeiten. Das nächste Spiel der dritten Mannschaft findet am 13.11. in Billerbeck statt.