Von Caro-Kann ich bis Caro-Kann ich nicht

Für den dritten Spieltag der dritten Mannschaft ging es für uns nach Billerbeck, wo wir gegen SV Billerbeck 3 spielen durften. Schon bei der Begrüßung bekam unsere Mannschaft mal wieder zu hören, wie jung wir doch seien. Für uns spielten an Brett eins: Finn Röser, an Brett 2: Arne Saphörster, an Brett 3: Kiara Walter, an Brett 4: Anton Lozbin, an Brett 5: Moritz Tillkorn, und zuletzt an Brett 6: Kiron Walter.

Vorher noch ausgiebig darüber geredet, weil sowohl Anton als auch Kiron „Caro-Kann gegen alles“ spielen wollte, kam auf vier Brettern die Caro-Kann Verteidigung aufs Brett, nur Arne und Moritz blieben verschont.

Interessanterweise entwickelte sich jedes Caro-Kann Spiel in eine andere Variation. Kiron verlor nur leider in der Abtauschvariante früh einen Bauern in einer Abwicklung, schaffte es sich aber zunächst zurückzukämpfen und sogar eine Qualität zu gewinnen. Bei Kiara und Finn entwickelte sich das Spiel erstmal ruhig und alle Parteien entwickelten sich zunächst. Bei Anton fing es aber in der Vorstoßvariante schnell an sehr kompliziert zu werden und der Damenflügel wurde sehr schnell geöffnet. Moritz schaffte es, sein geliebtes Läuferpaar zu behalten und seine Springer gegen die gegnerischen Läufer abzutauschen. Bei Arne wurden sehr schnell die Damen getaucht, aber Arne bekam mit sehr aggressiven Springern viel Raum und Spiel und schaffte es einen Bauern zu gewinnen. Mittlerweile hatte Moritz mit seinem Läuferpaar eine Figur und dann noch eine Qualität zu gewinnen und schaffte es letztlich das Spiel souverän für sich zu entscheiden (1:0).

Leider versuchte Kiron trotz des Materialvorteils einen Angriff aufzubauen, der jedoch in sich zusammenfiel. Sein Gegner baute darauf einen zu starken Gegenangriff auf und Kiron musste sich geschlagen geben (1:1).
Finn opferte eine Figur für einen Bauernsturm auf den gegnerischen Königsflügel musste dann jedoch nach einem erzwungenen Damentausch einsehen, dass sein Angriff nicht ausreicht, um den Materialnachteil auszugleichen und gab auf (1:2).
Bei Anton blieb es kompliziert, er schaffte jedoch mit seinem Turm in die gegnerische Stellung einzudringen und sein Gegner gab, bei dem drohenden Verlust eines Bauern und Springern auf (2:2).
Die letzten beiden Partien zogen sich ein bisschen länger hin. Kiara schaffte es noch erst eine und dann noch eine zweite Figur zu gewinnen, übersah dann das Matt in zwei. Am Ende konnte sie durch ein Springeropfer dann aber noch die gegnerische Dame gewinnen, was ihren Gegner zur Aufgabe zwang (3:2).
Arne schaffte es mit seinem Mehrbauern abzuwickeln, worauf sein Gegner eine Figur opferte. Mit der Mehrfigur im Endspiel schaffte es Arne jeglicher Remis-Stellung zu entgehen, tauschte die letzte Figur des Gegners ab und blieb am Ende mit zwei Bauern über, worauf der Gegner aufgab.
(4:2, Mannschaftssieg).

Insgesamt ein sehr erfolgreicher Spieltag für uns. Jetzt heißt es vorbereiten, für den nächsten Spieltag, wo wir Zuhause die zweite Mannschaft vom SG Nordkirchen erwarten.

Finn Röser