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Verbandsjugendklasse (VJK) U16 Gruppe B
SFD - SK Münster 32 III 2 - 2
SFD - SC Steinfurt I 1 - 3
SC Sendenhorst III - SFD 0 - 4

Nachdem es mit unserer U20 in ihrem ersten Jahr so gut funktioniert hat, haben wir in diesem Jahr auch erstmalig eine U16 Mannschaft (Jahrgang 2003 und jünger) an den Start gebracht. Die Spitzenbretter halten hier Arne und Leon, die Garanten des Erfolgs in der U20 (Arne hat fast 80 DWZ Punkte gewonnen, Leon gleich mal 159 Punkte!). Weitere Stammspieler sind unsere Nachwuchskräfte Moritz und Erik, beide noch U12, aber dort bei der Verbandsmeisterschaft ja schon erfolgreich gewesen.

Der erste Spieltag fand am 24. März in Drensteinfurt statt, Gegner war die dritte Vertretung des SK 32. Leider war ich krankheitsbedingt nicht vor Ort, man berichtete mir aber von harten Kämpfen, die mit einem vollständigen Sieg der Weißen einhergingen - wenn man dann weiß, dass in der U16 die Heimmannschaft an den Bretter 1 und 4 schwarz, an 2 und 3 hingegen weiß hat, weiß man auch: Arne und Erik haben leider verloren, Leon und Moritz haben gewonnen.

Nach dieser Einzelrunde stand am heutigen 07. April die erste Doppelrunde im Kulturbahnhof auf dem Programm. Es gibt drei Doppelrunden, so dass die acht Mannschaften in der Gruppe B im einfachen Rundensystem jeder gegen jeden spielen. Bei diesen Doppelrunden treffen sich alle acht Mannschaften an einem Ort, so dass 32 Spieler und (mindestens) acht Betreuer vor Ort sind. Es war also zeitweise durchaus lebhaft im Kulturbahnhof, nur zu Beginn der jeweiligen Runde beginnt man die Ruhe zu geniessen…

Die DWZ-Auswertungen unserer Jungstars waren ihnen aber leider wohl etwas zu Kopf gestiegen, auf alle Fälle präsentierten sie sich gegen den SC Steinfurt I in, na ja, nicht optimaler Verfassung:

Arne verrechnete sich bei einer petite combinaison, anschließend hatte der Gegner eine Figur mehr. Beim Versuch, das Material zurückzuholen, wollte Anre dann den ganzen Gaul, anstatt mit der Qualität einverstanden zu sein - und dann war er plötzlich im Mattnetz.

Leon spielte eine furchtbar harmlose Variante und versuchte dann aus dem Stein Wasser zu pressen, was aber schnell nach hinten los ging. Und wenn dann mal alles in Rutschen kommt, dann gibt es kein Halten mehr.

Moritz behandelte die Eröffnung etwas zu passiv, so dass er auf einer zwar materiell gleichen, aber für Schwarz angenehmer zu spielenden Stellung sitzen blieb. Leider lief er dann auch noch in einen Abzug, der eine Figur kostete, der Gegner brachte das gut nach Hause.

Am vierten Brett spielte diesmal Henri für Erik, der sich beim Fußball am Tag zuvor wohl etwas geprellt hatte und nochmals zur Nachuntersuchung ins Krankenhaus musste. Henri sprang ein, spielte konzentriert (!) und ruhig (!!) - und schaffte im ersten Mannschaftskampf direkt den vollen Punkt. Wie das genau ablief, habe ich nicht gesehen, nur als Henri aufstand, um sich eine zweite Dame vom Nachbarbrett zu holen, wurde ich doch neugierig - Henri hatte zu diesem Zeitpunkt einen Turm mehr und gerade einen Freibauern durchgebracht, während der gegnerische Freibauer sicher blockiert war.

Damit war der Kampf deutlich verloren, eine kleine Enttäuschung für die Jungs. Umso mehr, als Steinfurt dann nachmittags gegen unseren ersten Gegner aus Münster sang- und klanglos mit 0-4 unterging. Da wäre also mehr drin gewesen.

Unser nachmittäglicher Gegner war der SC Sendenhorst III, eine ganz junge Truppe aus U12 oder sogar U10 Spielern.

Erik und Moritz hatten dementsprechend auch keine großen Probleme, gewannen rasch Material und gewannen relativ schnell.

Leon und Arne taten sich hingegen sehr viel schwerer. Leon musste mit Schwarz hart kämpfen, das ist halt der Nachteil bei manchen halboffenen Eröffnungen: Der Weiße hat nicht sofort verloren, auch wenn er mal zwei, drei ungenaue Züge macht oder den falschen Plan fasst. Letztendlich setzte er sich aber durch und konnte nach einigem Material gewinn dann ein Matt anbringen.

Von Arne hörten wir nur was von „zwei Bauern weniger“, „Bauern zurückgewonnen“, „jetzt Turm mehr“ - was sich in den Berichten unseres internen Nachrichtendienstes (Erik kam nach jedem Zug zur Berichterstattung herausgelaufen) so locker anhörte, war ein harter Kampf. Auch seine Weißeröffnung ist - so wie er sie spielt - nicht unbedingt geeignet, den Gegner sofort umzublasen, sondern es ergibt sich immer ein voller Kampf. Aber evtl. ist es ja das, was er will. Letztendlich wurde aber auch diese Partie bis zum Matt ausgespielt - Arne erlitt das Schicksal, die letzte laufende Partie im Saal zu spielen, so dass alle umstehenden Experten das Matt natürlich schon viel früher gesehen hatten…

Fazit: Die Liga gibt uns gute Möglichkeiten, unsere Jungs an das Mannschaftsspiel heranzuführen. Was mich freut ist natürlich, dass jetzt alle mal gepunktet haben und auch die Mannschaft den ersten Sieg geholt hat. Gut mitspielen, das war unser Ziel.

Die nächsten Doppelrunden finden am 05. Mai (in Reckenfeld) und am 26. Mai (in Münster) statt.

Bernd Broeckmann