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Verbandsjugendliga (VJL) U16 + U20

Saisonziele in Gefahr!

Die Jugend spielt zwar nur fünf (U16) bzw. sieben (U20) Spieltage, diese aber innerhalb von fünf Monaten zwischen November und März, so dass das Programm quasi monatliche Kämpfe vorsieht.

Von der U16 ist dabei schnell berichtet: Der zweite Spieltag war am 28.11. im Kulturbahnhof angesetzt, wir hatten die gesamte erste Etage reserviert, um alle Kämpfe (es sind Doppelspieltage mit 4 Vierermannschaften) „coronakonform“, d.h. entsprechend der Hygienekonzepte mit Tischabständen, separatem Aufenthaltsbereich für die Betreuer und natürlich Maske am Brett spielen zu können. Leider sah sich Emsdetten aufgrund der Besorgnisse einiger Eltern nicht in der Lage, eine Mannschaft zu schicken, kurze Zeit später ereilte uns auch eine Absage aus Steinfurt, diesmal aber aufgrund der Erkrankung von Spielern, nachdem man vorher schon Probleme gehabt hätte, eine Mannschaft beisammen zu bekommen. Damit fiel der Spieltag aus, es gab zwei kampflose Siege.

Gefreut hat das unseren Reisepartner aus Heiden, denen die lange Anfahrt diesmal erspart blieb. Dafür waren sie eine Woche später am 05.12. schon wieder unser Gast, diesmal in der U20 – und eigentlich mit der gleichen Mannschaft, die auch U16 spielt. Unsere U20 ist aber eigentlich eine U16 + Arne, so dass der Vergleich schon fair war. Dennoch war er recht einseitig, gerade an den hinteren Brettern war mancher Gegner überfordert. Natürlich hatten Kiara und Arne etwas mehr Mühe, gewannen aber dennoch. Nur Maurice hatte diesmal einen richtig gut aufgelegten Gegner erhalten, war vielleicht auch nicht ganz bei der Sache und kassierte eine recht kurzzügige Niederlage. Dennoch 5 – 1.

Nach nur 14 Tagen gab es dann am 19.12 schon den dritten Spieltag in Greven. Natürlich waren wir wieder mit voller Kapelle unterwegs – was ohnehin ein Markenzeichen der Drensteinfurter verglichen mit anderen Vereinen ist. Beim Gegner taten sich hingegen erhebliche Lücken auf, über die Gründe wollen wir nicht spekulieren, mich ärgert das dann für die nimmermüden Betreuer (der selber aufgrund einer Erkältung nicht dabei sein konnte, uns aber noch mit Abstand begrüßte). Die Ersatzspieler an den hinteren vier Brettern schienen augenscheinlich alle noch der U12 anzugehören, damit hatte unsere Vizeverbandsmeisterin und die U14 Truppe an den letzten Brettern wenig Probleme. Breiten wir den Mantel des Schweigens darüber.

Arne bzw. sein Gegner hatten die Partie etwas zäh angelegt, als dann aber beim Gegner ein Bauer flöten ging und sich ein Pferdchen vergaloppierte, war es auch schon vorbei. Währenddessen kloppte sich Maurice mit einem alten Bekannten an Brett 1, man hatte sich schon des Öfteren gegenübergesessen. Schnell wurden viele Figuren weggekloppt, man landete in einem Springerendspiel mit vielen Bauern, in dem Maurice versuchte Druck zu machen (ja, das geht auch im Endspiel), sich dann aber wohl verspekulierte, aber messerscharf im Endspiel K+D+B (Maurice) gegen K+D+S+B noch einen Weg ins Dauerschach fand. Der Gegner mit Mehrspringer fand das doof und lief aus dem Dauerschach nach d5 – wobei leider seine Dame auf h1 stand, so dass sie über Df8-a8 unter Ausnutzung der gesamten Breite des Platzes aus der Tiefe des Raumes abgeholt werden konnte. Kommentar Arne: „Dass Du das noch gewinnen durftest…“.

Saisonziele in Gefahr? Für die U20 hatten wir vor der Saison einen freiwilligen Aufstieg in die NRW-Liga abgelehnt, dafür ist unsere junge Truppe noch zu unerfahren und die Wege sind weit. Entsprechend hatten wir „Platz 2“ als Saisonziel herausgegeben – und stehen jetzt mit 16-2 Brettpunkten mit an der Tabellenspitze. Allerdings müssten wir am nächsten Spieltag (23. Januar) den Ligafavoriten aus Raesfeld-Erle, trainiert vom 1. Brett des HSC Hamm, im Zaum halten. Es besteht also noch Hoffnung.

Und die U16? Ausgefallene Spieltage sind hinsichtlich der Spielpraxis der Jungs natürlich kontraproduktiv, hoffen wir, dass wenigsten im Januar (30. Januar) in Greven gespielt wird. Da wir „einfach nur so“ in der Verbandsjugendliga mitspielen und dort die Hälfte der Mannschaften wieder absteigt, hätten wir im Falle des Abstieges sofort wieder im April – Juni in der Verbandsjugendklasse spielen können, um wieder aufzusteigen (noch mehr Spielpraxis!). Durch die zwei kampflosen Siege ist jetzt der Abstieg zunächst in weite Ferne gerückt…

Frohe Feiertage und alles Gute in 2022!

Bernd Broeckmann