SF Drensteinfurt – SG Nordkirchen 14:18
Neue Liga, gleicher Gegner
Am ersten Spieltag dieser Saison begegneten uns in unserer neuen Liga dennoch schon bekannte Gesichter: Wir empfingen Schloß Nordkirchen, welche in der vergangenen Saison mit uns aus der Verbandsklasse aufgestiegen waren. Und diese hatten noch eine kleine Rechnung mit uns zu begleichen: Auch wenn wir Ihnen den Meistertitel nicht hatten streitig machen können, so hatten wir Ihnen doch die einzige Niederlage der Saison beigebracht. Dementsprechend hofften Sie auf eine Revanche. Doch auch wir wollten gut in die Saison starten, und so traten wir, mit Ausnahme von Kiara, in Bestbesetzung an.
Trotz beiderseitiger Ambitionen startet der Mannschaftskampf aber vorerst relativ ausgeglichen. Yannic spielte an Brett 5 eine Partie, mit welcher er im Nachhinein eher mittelmäßig zufrieden war. Als er dann in einer aus seiner Sicht eher unvorteilhaften Stellung ein Remis anbot, war er dementsprechend glücklich, dass sein Gegenspieler sich darauf einließ (2:2).
Wenig später einigte sich auch Brett 1 auf Remis: Nico war zu Beginn des Mannschaftskampfes gerade noch zur Freigabe der Bretter erschienen, und was auch immer der Grund für seine Verspätung war, es schien sich auch nicht all zu positiv auf seinen Spielwillen auszuwirken. Da auch sein Gegenüber mit der Stellung nicht wirklich etwas anzufangen wusste, trennte man sich im Einvernehmen (4:4).
Der Nächste, der seine Partie beendete, war André an Brett 2. Auch wenn er etwas länger kämpfte, konnte er nicht mehr herausholen als Yannic und Nico, sodass ein weitere Remis auf dem Spielbericht notiert wurde (6:6).
Meine eigene Partie war die Vierte, welche zu Ende ging: Über den Sommer hatte ich meine grauen Zellen eher geschont als gefordert, sodass ich nicht unbedingt mit hohen Erwartungen an den Spieltag herantrat. Und siehe da: Ich spielte zwar nicht schlecht, aber zumindest langsam. Und als mir mein Gegner im 23. Zug Remis anbot, während ich noch 15 Minuten auf der Uhr hatte, nahm ich dies gerne an, auch wenn sich in der Analyse herausstellte, dass die Stellung doch deutlich besser für mich war, als ich angenommen hatte (8:8).
Nach diesen vier Remisen begannen die Gäste jedoch, das Tempo anzuziehen. Kiron fand sich an Brett 7 nach einem Qualitätsopfer seines Gegners zwar Materiell vorne, jedoch in der Defensive. Und vermutlich saß ihm auch noch die vorherige Nacht in den Knochen, die er in einem Bus auf der Rückfahrt aus Italien verbracht hatte. Jedenfalls konnte er dem Mattnetz seines Gegners nicht schnell genug entkommen und musste sich letzten Endes geschlagen geben (9:11).
Nun folgte eine etwas längere Zeit, ohne dass eine Partie ihr Ende fand, während Maurice, Tim und David an den verblieben drei Brettern um zumindest noch einen Mannschaftspunkt kämpften.
Doch Tim musste im Laufe der Zeit erkennen, dass sein Gegenspieler ihn zwar nicht überrannte, aber zumindest langsam zermürbte. Als dann erst ein Bauer und dann noch ein Zweiter verloren ging, sah die Lage so düster aus, dass er sich ergab (10:14).
Maurice versuchte alles, um die Hoffnung am Leben zu halten, und setzte seinen Gegenüber ordentlich unter Druck. Am Ende jedoch musste er einsehen, dass all sein Mühen ihm nicht zu einen greifbaren Vorteil verholfen hatte, und einigte sich auf geteilte Punkte (12:16).

Nun war der Mannschaftskampf zwar verloren, doch zumindest einen ganzen Brettpunkt wollte David für uns erringen. Und es sah auch gar nicht schlecht aus: Mit einem Mehrbauern hoffte er, im Endspiel zu gewinnen. Leider verlor sein Gegenspieler aber auch nach viereinhalb Stunden nicht die Nerven und fand die richtigen Züge, die das Spiel ausgeglichen hielten (14:18).

Somit konnte Nordkirchen sich bei uns für die vergangene Saison revanchieren, und nimmt mit einem Endstand von 14:18 zwei Mannschaftspunkte mit nach Hause.
Wir treffen in unserem nächsten Spiel auf Saerbeck, und hoffen, dort unsere ersten Verbandsliga-Punkte zu erspielen.
Von Arne Saphörster
